Lexikon

AC GelenkDas Akromioklavikulargelenk (Schultereckgelenk) befindet sich zwischen dem Schlüsselbein (Klavikula) und dem Schulterdach (Akromion). Ist dieses Gelenk verletzt, kann der Arm nicht mehr gehoben werden. Eingeschränkt sind dann vor allem Überkopf-Aktivitäten und Stützbelastungen.
ArthroseUnter Arthrose versteht man eine degenerative Gelenkerkrankung bzw. Gelenkabnutzung oder Gelenkverschleiß, der über das altersübliche Maß hinausgeht
BizepssehneDie lange Bizepssehne hat bei Beschwerden der  Schulter eine Schlüsselrolle. Sie verläuft am Oberarm durch eine knöcherne Rinne nach oben ins Gelenk. Dort ist sie sehr anfällig für Verletzungen und Abnutzungen und dann sehr schmerzempfindlich. Interessanterweise hat die lange Bizepssehne bei Menschen – anders als beim Vierbeiner – in der Entwicklungsgeschichte ihre biomechanische Funktion für das eigentliche Schultergelenk verloren. 
ImpingementAls Impingement bezeichnet man den Kontakt der Rotatorenmanschette mit dem Schulterdach. Dieses Problem kann entweder durch ein gestörtes Zusammenspiel der komplexen Bewegungsabläufe (funktionell) oder durch eine Verletzung z.B. der Rotatorenmanschette und eine damit beeinträchtigte Kraftübertragung (strukturell) entstehen. nur in den seltensten Fällen ist eine Spornbildung am Schulterdach und eine „knöcherne Enge“ dafür verantwortlich.
KalkschulterBei der Kalkschulter (Tendinosis calcarea) befindet sich in den Sehnen der Rotatorenmanschette ein Kalkdepot. Dieses entsteht aller Wahrscheinlichkeit nach häufig durch eine verminderte Durchblutung, was einen Sauerstoffmangel der Sehnenzellen zur Folge hat. Auch werden unbemerkte sog. Microtraumata mit kleinsten Einblutungen als Ursache diskutiert.
Osteochondrosis disscansDie Osteochondrosis dissecans ist eine Erkrankung, die zu einem Knorpelschaden im Gelenk führt. Dabei stirbt der unter dem Gelenkknorpel liegende Knochen langsam ab, der Gelenkknorpel selbst bleibt vorerst intakt, ist jedoch immer größeren
Scherkräften ausgesetzt, denen er irgendwann nicht mehr standhalten kann. Es kommt zu einer Rissbildung, Gelenksflüssigkeit tritt in den Defekt ein, wodurch eine Aufwölbung entsteht, die das Gelenk mechanisch reizt. Es kommt zu Blockaden und Schwellungen. Das Fragment fällt bei weiterer Belastung als „Gelenksmaus“ heraus, was zu einer vorzeitiger Abnützung des Gelenkes führt. Eine Operation versucht in diesem Fall entweder das Fragment wieder stabil zu verankern oder, wenn es bereits zu stark geschädigt ist, den Knochendefekt mit Knochen aus einer anderen Region zu füllen und anschließend mit einer Knorpelplastik aus den gewonnenen Knorpelzellen und einer stabilisierenden Membran zu schließen.
PatellafemoralgelenkDas Patellafemoralgelenk ist ein Teil des Kniegelenkes und besteht aus der Kniescheibe (lat. patella) und ihrer Gleitrinne am Oberschenkelknochen (lat. Trochlea).
RotatorenmanschetteDie Rotatorenmanschette besteht aus vier Muskeln, Musculus subscapularis, Musculus supraspinatus, Musculus infraspinatus und Musculus teres minor und deren Sehnen, die zur Kraftübertragung am Oberarmkopf ansetzen. Diese Muskel-Sehnen-Manschette dient zur Stabilisierung des Schultergelenks. Andererseits sind diese Muskeln aber auch dafür zuständig, den Arm zu heben und zu drehen. Bei einer Rotatorenmanschettenverletzung kommt es häufig zu Kraftverlust und Schmerzen beim Heben des betroffenen Arms.